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Start Veranstaltungen 17.08. Benefiz-Lesung Dr. Knuth Martens
17.08. Benefiz-Lesung Dr. Knuth Martens
Donnerstag, 09. Juni 2022 um 11:01 Uhr

Buch-Lesung von Dr. Knuth Martens

Am Mittwoch, den 17.08. 19:30 Uhr

„Verlassenes Land“

Ein Tagebuch zu einem der ersten Hilfstransporte in die Ukraine.

Die Getränkeeinnahmen des Abends werden

vom Trägerverein des Dorfgemeinschaftshaus  gespendet !

Vom 8.-12. März 2022 fand ein erster Hilfstransport des Gielsdorfer Vereins Menschenfreude e.V. an die polnisch-ukrainische Grenze statt. Knuth Martens, ein Teilnehmer des ersten Hilfstransports hat seine berührenden Gedanken und Erfahrungen in einem kleinen Taschenbuch niedergelegt, das seit wenigen Tagen in allen Buchhandlungen oder über die entsprechenden Online-Portale unter der ISBN-Nummer 978-9-403-66078-3 bestellbar ist. Der Preis beläuft sich auf 13,50 €. Der Gewinn aus dem Verkauf kommt dem Verein Menschenfreude e.V. zugute.


Aus dem Buch: .... So stehen wir in der Kälte, den Blick gerichtet auf Schlagbäume und Grenzanlagen am Übergang Dorohusk. Auf ukrainischer Seite steigt Rauch auf, von dem wir nicht wissen, ob dieser durch das Verfeuern von Holz oder einen Raketeneinschlag entstanden ist. Quirliges Treiben herrscht unter den Helfern, die den flüchtenden Menschen das Nötigste zukommen lassen. Hier soll niemand hungern und frieren. Es ist nicht mehr lange bis zum Eintritt der Dämmerung – wir suchen immer noch nach einem Weg unsere Hilfsgüter an die Frau, den Mann oder das Kind zu bringen. Eine Mutter mit ihren beiden Töchtern kommt über die Grenze, großzügig durchgewunken von polnischen Grenzbeamten. Sie zieht einen kleinen Koffer hinter sich, die Kinder neben ihr – tapfer, der Kälte trotzend, kehren sie ihrem geliebten Heimatland den Rücken, um ihr Leben zu retten. Einen Plan für die Zukunft gibt es wahrscheinlich nicht. Sie werden von einem Mann abgeholt, der schnell mit ihnen auf der anderen Straßenseite verschwindet. Ich entschließe mich hinterherzulaufen....

Wie bist du dazu gekommen, an der ersten Hilfsaktion teilzunehmen?
Ich habe unseren Verein während der Flutkatastrophe kennen gelernt. Zusammen mit meiner Frau hatten wir einige Hilfstransporte übernommen. Über die WhatsApp-Gruppe des Vereins wollten wir auch über weitere Vorhaben informiert bleiben. Am 24. Februar 2022 begann der Angriff auf die Ukraine. Am folgenden Sonntag besuchten wir eine sehr eindrucksvolle Veranstaltung von Pulse of Europe auf dem Kölner Roncalliplatz. Kurz danach fiel uns der Spendenaufruf unseres Vereins auf. Schnell war klar, dass wir uns irgendwie beteiligen wollen. Anfangs dachten wir daran, einzelne Fahrten zum Abholen von Hilfsgütern zu übernehmen. Die Entscheidung zur Teilnahme an der Fahrt fiel am 5. März bei der großen Sammelaktion in Swisttal. Die gewaltige Spendenbereitschaft, das große Vertrauen der Spender in die Helfer und die Erwartung, dass jeder zusätzliche Fahrer vermutlich für eine Linderung der Not vor Ort sorgen kann, haben uns motiviert mitzufahren.


Was hat dich dazu gebracht, dieses Buch zu schreiben?
Die Hilfsaktion in den polnischen Flüchtlingslagern und an der ukrainischen Grenze war in vielerlei Hinsicht äußerst bewegend und prägend. Nach unserer Rückkehr fühlten wir uns körperlich und mental erschöpft. Ich merkte, dass ich mit meinen Gedanken irgendwohin muss. Gleichzeitig gab es sehr viele Menschen, die Näheres über unserer Erfahrungen wissen wollten. Also habe ich angefangen, meine „Grenzerfahrungen“ erstmal für mich aufzuschreiben. Meinen Eltern habe ich einige Seiten vorgelesen, und sie haben mich ermuntert, weiter zu schreiben. Das ging überraschend schnell, und immer wieder hatte ich das Gefühl, dass meine Gedanken viele Menschen interessieren, z.B. auch bei der Veranstaltung in Godesberg, als Jürgen über die Fahrt berichtete. Und so ist am Ende ein kleines Buch daraus geworden. Mein Ziel ist es, mit dem Buch Lesungen - z.B. in Buchhandlungen - durchzuführen und dabei Spenden für den Verein mit Verwendungszweck „Ukraine“ einzuwerben. Auch der Gewinn aus dem Buchverkauf soll vollständig dem Verein zu Gute kommen. Vielleicht lässt sich damit auch der Bekanntheitsgrad unseres kleinen Vereins etwas steigern."

(Quelle: menschenfreude.org)

Artikel der "Bonner General Anzeiger" vom 15.07.2022:


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