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2017-11-04 Feuerbach-Quartett
Geschrieben von: Wolfgang Huppertz   
Samstag, 04. November 2017 um 00:00 Uhr

Das Feuerbach-Quartett - ein Glanzlicht im Kulturprogramm des Dorfhauses

"Wer heute nicht da war, hat wirklich etwas versäumt!" - Das war nicht erst nach der letzten der vielen Zugaben klar. Den "Dorfhäuslern" ist es gelungen, das Veranstaltungjahr durch ein ganz besonders Musikereignis zu krönen.

Das Feuerbach-Quartett, vier studierte, junge Profimusiker, traten formal als klassisches Streichquartett (1. und 2. Violine, Bratsche und Cello) an, doch was und wie sie spielten, war dann doch ganz anders als ein klassisches Konzert. Nicht nur, daß die Musiker ihre Instrumente in klassischem Sinne perfekt beherrschten, sie überraschten das Publikum auch durch ganz ungewohnte Klänge, die sie ihren Instrumenten durch Zupfen, Klopfen und Kratzen entlockten. Ihr Programm aus zahlreichen Stücken moderner Pop-Musik erhielt dadurch auch ohne Schlagzeug oder Rhythmusgitarren unglaublich viel Groove. Besonders mitreißend waren der sichtbare Spaß und die Freude der Musiker, die sich schnell auf das Publikum übertrugen.

Neben Titeln von den Beatles über Jennifer Lopez und Michael Jackson bis hin zu Led Zeppelin und den Ärzten durften wir noch ein Feuerbach'sche Uraufführung erleben: Auf speziellen Wunsch hatten sie sich mit dem Rheinischen Karnevals-Liedgut beschäftigt und präsentierten augenzwinkernd den Bläck-Fööss-Titel "Drink doch eine met".

Interessant ist der Hintergrund der Gründung des Ensembles: Die vier Musikstudenten der Musikhochschule Nürnberg mußten vor ihrem Abschluß noch einen Nachweis im Fach Kammermusik haben. Sie fanden eher zufällig im Café Feuerbach - daher der Name des Quartetts - zusammen und beschlossen, diese Prüfung als Streichquartett abzulegen. Und dann entfernte man sich immer mehr von der klassischen Linie...

Besonders beeindruckend fand ich persönlich den Bratschisten. Die Bratsche kannte ich bisher als ein in Orchester oder Ensemble eher untergeordnetes Instrument: keine eigenen interessanten Melodien, oft nur die Töne ergänzend, die in der Harmonie eben noch fehlen... Aber hier lernte ich eine volltönende, strahlende Bratsche kennen, die warm und weich einen großen Anteil der Hauptmelodien spielte. Ganz toll!

Herzlichen Dank an das fabelhafte Feuerbach-Quartett und an die Organisatoren für diesen wirklich gelungenen Abend!

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Bilder: R.Langrock / E. Thomer / D.Dewitz